SDS-plus von Bosch. Seit 1975. Seit 40 Jahren

Seit 1975 ist das von Bosch entwickelte SDS-plus Einstecksystem der Industriestandard zum schnellen werkzeuglosen Wechseln von Aufsätzen.

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Interview mit Herrn Werner Huser – einer der Erfinder des SDS-plus Systems

Werner Huser

1. Wie kam Ihr Team auf die Idee SDS-plus zu entwickeln?

Es gab viele verschiedene Systeme im Markt mit der gleichen Funktion. Der Bohrhammer muss frei beweglich sein, damit die Energie, die der Hammer intern aufbaut, auch bis zur Bohrerspitze übertragen werden kann. Der Bohrer muss verriegelt sein und sich gleichzeitig drehen. Wir wollten uns verbessern und Marktanteile in diesem Segment gewinnen. Unser System war vorher nicht wirklich anwenderfreundlich.

2. Wie war das Team für die Entwicklung des SDS-plus Systems zusammengesetzt?

Ich war Mitglied in einem Team, welches insgesamt 10 bis 12 Personen enthielt und aus verschiedenen Bereichen wie Forschung, Entwicklung und Konstruktion bestand.

3. Auf welche Probleme, Schwierigkeiten sind Sie gestossen?

Das vorhandene System hatte ein Konstruktionsproblem, manchmal war es unmöglich den Bohrer aus der Verriegelung zu lösen. Die Aufgabe war also die beiden Funktionen Verrieglung und Bohren zu trennen. Wir haben das Verriegelungssystem mit Rollen durch ein System mit Kugeln ersetzt. Das war die Lösung.

4. Wie war die Markteinführung?

Um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und dem Direktvertrieb Paroli zu bieten, haben wir viele Mitarbeiter aus dem Vertrieb und der Entwicklung aufgefordert, eine Woche lang die Handwerker vor Ort zu besuchen, um das neue System vorzustellen. SDS-plus steht für Stecken, Drehen, Sitzt! und das Plus für die getrennte Mitnahmenut.

5. Haben Sie mit dem Erfolg von SDS-plus gerechnet?

Wir haben auf den Erfolg gehofft, waren aber über die Grösse des Erfolges überrascht. Denn ein grosser Wettbewerber kam auf uns zu und fragte nach der Lizenz zur Fertigung von Bohrhämmern und Bohrer. Nach umfangreichen Verhandlungen hat er schliesslich die Lizenz erhalten.

6. Wie hat SDS-plus die Arbeit der Handwerker verändert?

Eine grosse Veränderung kam durch den Schnellbohrerwechsel. Zudem passen SDS-plus Bohrer mittlerweile auch in alle kleine Hämmer. Der Handwerker muss nicht mehr nach speziellen Bohrern und Einsätzen suchen, sondern er kann weltweit im Fachhandel SDS-plus kaufen. Heute ist SDS-plus der Weltstandard.

7. Die Kampagne zum 40. Geburtstag von SDS-Plus zeigt, dass viele Produkte die damals entwickelt wurden heute überholt sind. SDS-plus ist immer noch Weltstandard, was ist ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept dafür?

Das SDS-plus System steht für kontinuierliche Qualität und ist über ein sehr breites Sortiment erhältlich. Zum heutigen Zeitpunkt erfüllt SDS immer noch die Bedürfnisse der Handwerker und Händler, daher wird SDS-plus bestimmt noch länger der Marktstandard bleiben.