Was bedeutet die Richtlinie für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?
Der Arbeitgeber ist aufgefordert, die tägliche Vibrationsbelastung seiner Mitarbeiter einzuschätzen und bei Überschreitung der Grenzwerte zu verringern. Sowohl die Stärke der
Vibrationen als auch die Einsatzdauer des Werkzeuges haben Einfluss auf die tägliche Vibrationsbelastung.
Die Richtlinie definiert zwei Grenzwerte
1. Ab einem Vibrationswert des Elektrowerkzeugs von 2,5 m/s²
(Auslösewert) gilt ein Elektrowerkzeug als kritisch, wenn es länger als 8 Stunden im Dauerbetrieb eingesetzt wird. In diesem
Fall müssen die Risiken genauer bewertet und der Arbeitnehmer entsprechend informiert werden.
2. Überschreitet ein Elektrowerkzeug den Vibrationswert von 5 m/s²
(Auslösewert), muss die effektive Arbeitszeit des Mitarbeiters mit diesem Elektrowerkzeug von 8 Stunden pro Tag
entsprechend reduziert werden.
Ziel dieser Richtlinie ist es, den Arbeitnehmer besser vor Krankheiten zu schützen, die nach jahrelanger Belastung durch hohe Vibrationen auftreten können.
Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Vibrationswerte von Elektrowerkzeugen auf die zulässige Arbeitszeit auswirken.